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Mit mehr als 300 Mitarbeitern ist die Baader Bank AG in Unterschleissheim bei München Deutschlands führender Spezialist im Wertpapierhandel. Baader ist Marktführer unter den Maklergesellschaften in Frankfurt und Mitglied an den anderen sechs deutschen Börsen sowie an allen wesentlichen Handelsplätzen in Europa. Darüber hinaus hat das Institut über ein Netzwerk von Partnerhäusern Zugang zu den bedeutenden Börsen der Welt wie New York, Tokio oder Singapur. Um diese Kernkompetenz des Wertpapierhandels herum bietet Baader ergänzende Dienstleistungen für den Kapitalmarkt an. Außerdem verfolgt das Unternehmen über Beteiligungen in Indien und in der Golf-Region (Oman) die Strategie, von der Entwicklung dieser rasch wachsenden Kapitalmärkte zu profitieren, um so neue Ertragsquellen außerhalb Deutschlands zu erschließen. Seit 31. Juli 2008 besitzt das Institut eine Vollbanklizenz.

Ausgangspunkt der Entwicklung ist vor 25 Jahren die Börse München. Am 1. Juli 1983 beginnt dort die 'Baader-Story' mit der Zulassung von Herrn Uto Baader zum Börsenmakler, der die Orderbücher von ganzen drei Aktien, den nordamerikanischen Werten American Telephone & Telegraph, Communications Satellite Corp. und Westinghouse Electric, betreut.

Dass die Einzelgesellschaft dennoch rasch prosperiert, ist vor allem dem Umstand zu verdanken, dass Uto Baader eine damals an den deutschen Börsen noch unterentwickelte Nische, den Markt mit Auslandsaktien, als Pionier erfolgreich besetzt hat. Dieser ursprüngliche Ansatz, potenzielle Wachstumsfelder rechtzeitig aufzuspüren und dazu beizutragen, diese zu einem veritablen Markt aufzubauen, sollte schließlich bis heute das Credo des Unternehmens bleiben.

Spätestens mit der Erweiterung der Geschäftstätigkeit auf die Börse Stuttgart - ausgerechnet im Crashmonat Oktober 1987 - ist Baader zum Vorreiter für den Handel mit Auslandsaktien in Deutschland geworden - ein Geschäft, das ein besonderes Spezialistentum bei der Beschaffung von Aktien, der Abwicklung von Transaktionen sowie beim Handling von Währungsdifferenzen erfordert.
Diese langjährige Expertise ist es auch, die Baader als den führenden deutschen Händler mit Auslandsaktien bis heute auszeichnet.

Mit der Emissionsbegleitung der DB-Soft AG erweitert Baader 1993 seine Geschäftstätigkeit erstmals über die Skontroführung hinaus. Daraus ist inzwischen ein eigener Geschäftsbereich geworden, der sich auf die Begleitung bei Börsengängen, öffentlichen Angeboten, Platzierungen, Kapitalmaßnahmen, Übernahmeangeboten sowie Squeeze-Outs für Small und Mid Caps spezialisiert hat.

Mit dem Erwerb der börsennotierten Ballmaier & Schultz Wertpapier AG und der zwei Jahre später erfolgten Zusammenführung entsteht die Baader Wertpapierhandelsbank AG. Damit zieht Baader nicht nur auf dem Frankfurter Parkett ein, sondern rückt mit einem Schlag zu den führenden Maklergesellschaften in Deutschland auf. Gleichzeitig wird mit 150 Millionen DM Eigenkapital die Grundlage für weiteres Wachstum und die heutige Eigenkapitalstärke des Unternehmens gelegt.
Die breitere Aufstellung verbunden mit der aufgebauten Eigenkapitalstärke kommt dem Unternehmen nicht nur während der Börsenhausse zur Zeit der Jahrtausendwende zu Gute, als Baader sein bis dahin bestes Ergebnis erzielt. Auch in den darauf folgenden schlechten Börsen-Jahren ist das Unternehmen mit einem Kapitalpolster ausgestattet, das dick genug ist, um nach und nach eine ganze Reihe von Wettbewerbern übernehmen und auf diese Weise die eigene Marktposition stärken zu können.
Durch den Kauf der Eckes Effektenhandel AG gelingt der Einstieg ins institutionelle Vermittlungsgeschäft. Mit der Übernahme von Meyenkoth & Co. Wertpapierhandelsgesellschaft mbH, Berlin, hat Baader erstmals den Fuß im Rentenhandel.
Baader revidiert aber auch Entscheidungen, die sich als weniger glücklich entpuppen. So wird der 1999 aufgenommene Geschäftsbereich Beteiligungen zwei Jahre später wieder aufgegeben. Das bestehende Portfolio wird wertsteigernd weiter betreut und mittelfristig realisiert. Auch eine 1996 erworbene Tochtergesellschaft in Prag wird sechs Jahre später an einen tschechischen Investor verkauft.

Für das Haus Baader erfolgt eine Zäsur. Das Unternehmen, das bisher seinen Sitz in München gehabt hat, investiert ausgerechnet in schlechten Börsenjahren 30 Millionen Euro in einen Neubau sowie modernste Informationstechnologie und zieht nach Unterschleissheim, vor die Tore der Metropole. Von dort aus ist Baader direkt mit den Börsen in München, Frankfurt und Stuttgart verdrahtet. Die hervorragende Verkehrs- und IT-Infrastruktur, aber auch die Nähe zum Finanzplatz München bieten in Unterschleissheim beste Standortbedingungen.
Mit der Beteiligung an der Heins & Seitz Capital Management GmbH, München, verstärkt das Unternehmen seine Konzentration auf die Kernkompetenzen Wertpapierhandel, Vermittlungsgeschäft und Emittentenbetreuung.
Der Erwerb der Spütz Börsenservice GmbH, Frankfurt, bedeutet den deutlichen Ausbau der Skontroführung für derivative Produkte.

Durch den Erwerb der Sobota, Maier & Stopp Wertpapierhandels GmbH an der Börse München wird der Rentenhandel weiter ausgebaut.
Mit der Übernahme der Jörg D. Reuter Wertpapierhandels GmbH avanciert Baader auch in der Skontroführung für derivative Produkte zum Marktführer in Frankfurt. Mittlerweile laufen am dortigen Derivate-Segment Scoach vier von fünf Orders über die Bücher von Baader. Durch zusätzliche Übernahmen in Frankfurt wird die Skontroführung in deutschen Aktien weiter gestärkt.

Aus der Vollbank CK Trading Bank GmbH, Frankfurt, die 2004 übernommen wird, geht die Baader Service Bank GmbH hervor. In diesem Bereich fasst Baader maßgeschneiderte Lösungen für den weltweiten Handel an den großen Aktien- und Futures-Börsen für Investment Manager und institutionelle Kunden sowie professionelle Futures-Händler zusammen. Darüber hinaus besteht das Dienstleistungsspektrum in der Beratung und Unterstützung bei Konzeption, Planung und Strukturierung von Single- und Dachhedgefonds, Publikumsfonds, Zertifikaten sowie Managed Accounts. Im Rahmen dieser Angebote agiert Baader als Execution Broker, Investment Manager sowie konto- und depotführende Bank. Unterm Strich ist die Rolle der Baader Service Bank die eines hoch spezialisierten Dienstleisters, der der Finanzbranche individuelle Lösungen rund um den Wertpapierhandel bietet.
Baader erschließt sich ein weiteres Geschäftsfeld. Mit der Beteiligung an der Conservative Concept Portfolio Management Gruppe, Bad Homburg, deren Kerngeschäftsfeld in der Konzeption und Umsetzung von alternativen Investmentstrategien liegt, wird die Angebotspalette um Futures und Optionen in Form von Single Hedgefonds, Managed Accounts und Zertifikaten abgerundet. Mit der Baader Service Bank GmbH und der Beteiligung an der Conservative Concept Portfolio Management Gruppe ist Baader damit einer der größten unabhängigen Dienstleister zum Thema Hedgefonds in Deutschland.

Baader beginnt mit der Umsetzung seiner Auslandsstrategie, die das Ziel hat, die Grundlagen für zusätzliches Wachstums außerhalb Deutschlands zu generieren. Es erfolgt der Einstieg bei der Parsoli Corporation Ltd. in Bombay, die Mitglied an der National Stock Exchange of India, der Bombay Stock Exchange und deren Derivatebörsen ist.

Baader beteiligt sich am größten Börsenmakler des Oman, der Gulf Baader Capital Markets S.A.O.C., Muscat, was dem Unternehmen den Zugang zu den Kapitalmärkten in den Golfstaaten verschafft. Leitmotiv des Auslandsengagements ist es stets, sich nur dort zu beteiligen, wo es in einer aussichtsreichen Wachstumsnische noch keinen vergleichbaren Wettbewerber gibt.

Jüngster Erwerb von Baader ist die Übernahme der DBM, Deutsche Börsenmakler GmbH, Frankfurt, zu Beginn des Jahres 2008. Mit diesem strategischen Schritt hat das Unternehmen sein Portfolio an gehandelten Wertpapiergattungen um den Wachstumsmarkt börsengehandelter Fonds erweitert und ist gleichzeitig zum größten Skontroführer auch in diesem Bereich empor gestiegen. Stark war die DBM auch bereits bisher im Anleihenhandel an der Börse Düsseldorf. Noch stärker wird der ehemalige DBM-Bereich als die Börse Düsseldorf Baader zum Beginn des folgenden Jahres die Skontren von nahezu allen weiteren an dem Platz gehandelten Renten zuteilt.
Der 31. Juli 2008 wird zu einem neuen Meilenstein des Instituts. An diesem Tag wird aus der Baader Wertpapierhandelsbank AG die Vollbank Baader Bank AG. Sowohl die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) als auch die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken geben entsprechenden Anträgen von Baader statt. Für den Gründer Uto Baader ist der Erhalt der Vollbanklizenz „ein überzeugender Vertrauensbeweis in die Leistungsfähigkeit des Instituts“. Im Oktober tritt das Institut schließlich dem Bundesverband deutscher Banken (BdB) bei und wird gleichzeitig Mitglied im Einlagensicherungsfonds des BdB. Zuvor war die Baader Bank bereits als Mitglied im Bayerischen Bankenverband aufgenommen worden.

Baader baut sein Geschäft mit Absolute-Return-Produkten aus. Am 24. Februar geht die Publikumsvariante eines Fonds an den Start, der die Sherpa-Strategie nachbildet. Der Sherpa Absolute Return investiert seit seiner Gründung 2005 im Rahmen einer Absolute Return Strategie in liquide, börsennotierte europäische Finanzinstrumente – eine Strategie, bei der der Erhalt des eingesetzten Kapitals im Vordergrund steht. Allein 2008 erzielte der Sherpa eine Jahresperformance von 9,4 Prozent.
Im Mai vollzieht sich eine weitere wichtige Weichenstellung für die Bank. Mit der Verschmelzung der Vollbanktochter Baader Service Bank GmbH auf die Muttergesellschaft forciert der Konzern den Ausbau des Bankgeschäfts.
Personell sichtbar wird diese Strategie in der Bestellung von Nico Baader in den Vorstand. Der Sohn des Unternehmensgründers übernimmt dort die Verantwortung für das neu geschaffene Ressort „Kunden und Produkte“, wo maßgeschneiderte Lösungen vor allem für Fondsmanager, Vermögensverwalter und professionelle Händler angeboten werden. In dem neuen Geschäftsfeld agiert die Bank unter anderem als Arrangeur für
Finanzinnovationen wie Zertifikate und Fonds. Dabei kommt dem Unternehmen die langjährige Kompetenz im Wertpapierhandel und in der Abwicklung von Wertpapieren zu Gute. Sämtliche Vollbankaktivitäten haben dabei stets eine Affinität zum Wertpapierhandel. Aus dem Baukasten des Baaderschen Spezialistentums entstehen individuelle Lösungen für Vermögensverwalter, Fondsmanager oder Fondsgesellschaften.

Als Unternehmen, das den Anspruch hat, im Wertpapierhandel und angrenzenden Transaktionsgeschäften Maßstäbe zu setzen, verfolgt Baader nunmehr seit einigen Jahren erfolgreich die Strategie, um seine Kernkompetenz Wertpapierhandel herum, ergänzende oder verwandte Kapitalmarktdienstleistungen anzubieten und damit neue Ertragsfelder zu generieren. Mit dieser Zielrichtung ist es in den vergangenen Jahren gelungen, die Position als führender Spezialist im Wertpapierhandel und als die größte Börsenmaklergesellschaft in Deutschland weiter auszubauen.
Grundlagen des Erfolgs aber sind vor allem drei Faktoren. Uto Baader hat zum einen stets auf die Weiterentwicklung seiner Mitarbeiter gesetzt. Nicht umsonst gelten die Baader-Händler als eine der besten in der Branche. Zum anderen hat das Unternehmen in guten Zeiten ein Eigenkapitalpolster angespart, das es ermöglicht hat, Durststrecken nicht nur durchzustehen, sondern just in diesen Phasen auch noch Wettbewerber aufzukaufen, um sogar gestärkt aus schwachen Marktphasen hervorzugehen. Und zum dritten hat Uto Baader den Wert einer leistungsfähigen hauseigenen Informationstechnologie immer hoch eingeschätzt. Mit dieser Dreierkombination aus motivierten Mitarbeitern, einer starken Eigenkapitalbasis sowie dem Anspruch der IT-Führerschaft fühlt sich die Baader Bank auch für die nächsten 25 Jahre der Unternehmensgeschichte gut gerüstet.